Schnarchen

Harmloses Schnarchen ist keinesfalls nur ein lästiges Problem menschlichen Zusammenlebens, sondern ein soziales Stigma. Darüber hinaus stört es die Schlafqualität des Mitschläfers mit Phonstärken von nahe 100dB und raubt ihm bis zu 90 Minuten gesunden Schlafs jede Nacht. Für den Schnarcher selbst können die Auswirkungne noch dramatischer sein. Beim sog.obstruktiven Schnarchen (Störung von 50% der oberen Luftwege) und der obstruktive Schlafapnoe (völliger Verschluß (Kollaps) der oberen Atemwege) –können folgende Erkrankungen begünstigt oder ausgelöst werden:

  • Herz- und Kreislaufproblemen
  • einer Absenkung der Sauerstoffsättigung des Blutes bis auf Werte um 60%,
  • morgendlichem Kopfschmerz
  • Tagesschläfrigkeit mit Sekundenschlaf
  • Persönlichkeitsveränderungen (Isolation)
  • reduzierter körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit (Karriereknick)
  • eine verkürzte Restlebenszeit (Frühverrentung) zur Folge.

Geeignete Therapieverfahren können wesentlich zur Verbesserung des Krankheitsbildes beitragen und Schnarchgeräusche beseitigen.

Die Therapie ist abhängig vom Beschwerdebild und unterteilt sich in:

  • Allgemeine Maßnahmen Gewichtsreduzierung, Schlafhygiene
  • Medikamentöse Therapie Atemantriebssteigerung
  • Muskeltraining Stärkung der Rachen- und Zungenmuskulatur
  • Chirurgische Maßnahmen korrektive OP´s der vorgeschalteten Stenosen, (Bernouilli- Gesetz), Kieferumstellungsosteotomie, RFVTR (Radiofrequenztherapie) UPPP, UVPP, LAUP, Uvulaflap, Somnoplastic, Tracheotomie u.a.
  • Pneumatische Maßnahmen Gold Standard und ncpap, nbipap (pos. Luftsäule verhindert Obstruktionen)
  • Apparative Therapie Progenierende Schienen, Zungenstimulatoren u.a.