Wie läuft eine Zahnimplantation ab?

Zunächst werden Ihre Probleme, Wünsche und Vorstellungen erfragt.
Möchten Sie wieder fest beissen und herzthaft lachen können, möchten Sie Ihr Aussehen verbessern oder geht es Ihnen „nur“ darum Ihren Prothesenhalt zu verbessern.

Vor jedem Eingriff erfolgt eine umfangreiche und sorgfältige Untersuchung der Hart- und Weichgewebe, sowie der Kieferfunktion. Gipsmodelle werden angefertigt, um die anatomische Situation vermessen zu können. Röntgenbilder werden angefertigt, mit deren Hilfe die optimale Position des Implantates festgelegt wird. Eine Risikoanalyse ermittelt Ihr persönliches Risiko bei einer Zahnimplantation (z.B. bei Diabetes, Bisphosphonateinnahme oder Rauchen). Unsere Zahntechnikermeisterin bespricht mit Ihnen welche Lösung technisch realisiert werden kann. Ein Heil- und Kostenplan erläutert die Behandlung und die entstehenden Kosten.

Wenn Sie mit dem Behandlungsvorschlag einverstanden sind, wird die Feinplanung durchgeführt.

Mittels eines DVT kann Ihr Kiefer dreidimensional dargestellt werden. Die Implantate können nun virtuell am Computer gesetzt werden. Diese Planung wird ggf. in eine Schablone umgesetzt, mit deren Hilfe die Planung 1:1 im Mund umgesetzt werden kann.

Der Eingriff selbst wird unter lokaler Betäubung durchgeführt. Auf Wunsch können eine Narkose oder beruhigende Maßnahmen durchgeführt werden. Das Implantatbett wird präpariert und das Implantat eingebracht. Je nach Zustand des Kiefers wird gegebenenfalls der Knochen zur Stabilisierung aufgebaut.

Je nach Beschaffenheit des Kiefers wird:

  • Das Implantat anschließend mit Mundschleimhaut abgedeckt und vernäht. Nach 6 Wochen im Unter- und 12 Wochen im Oberkiefer wird das Implantat wieder eröffnet mit dem definitiven Zahnersatz begonnen.
  • Eine Heilungskappe auf das Implantat aufgeschraubt und eine offene Einheilung durchgeführt (Dadurch entfällt eine zweite OP). Nach 6 Wochen im Unter- und 12 Wochen im Oberkiefer wird mit dem definitiven Zahnersatz begonnen.
  • Das Implantat wird sofort verorgt aber nicht belastet. Die provisorischen Kronen formen das Zahnfleisch, trainieren den Knochen für eine bessere Einheilung und schließen die Lücken.
  • Das Implantat wird sofort belastet und mit provisorischem Zahnersatz versorgt. Dies wird bei komplett zahnlosen Patienten bevorzugt, da die Funktion und das Aussehen sofort wieder hergestellt ist. Für 6 Wochen muss beim Essen auf weiche Kost ausgewichen werden um die Implantate nicht zu überlasten. Nach 6 Wochen im Unter- und 12 Wochen im Oberkiefer kann mit dem definitiven Zahnersatz begonnen werden.

Die Fäden werden ca.7 –10 Tage nach dem Eingriff entfernt falls genäht werden musste. Bei der so genannten „Sofort-Implantation“ wird zunächst der nicht erhaltungswürdige Zahn schonend entfernt und dann das Implantat anstelle des Zahnes eingebracht. Bei allen 4 Varianten (a-d) muss eine Nachsorge mit professioneller Reinigung durchgeführt werden um die Heilung zu optimieren.