Kieferknochenschwund

Wenn lange Zeit Prothesen getragen werden, Zähne schon einige Zeit verloren gegangen sind oder eine schwere Parodontose (Parodontitis) bestanden hat ist nicht genügend Knochen vorhanden um Implantate nach dem Standadverfahren einzubringen. Es ist in vielen Fällen möglich den Knochen wieder aufzubauen. Sinnvoll ist dies bei Einzelzahnverlusten im sichtbaren Bereich ,wenn noch viele eigen Zähne vorhanden sind.

Bei zahnlosen oder fast zahnlosen Patienten ist ein Knochenaufbau meist zeitaufwändig (Behandlungszeiten über ein Jahr) und mit zusätzlichen chirurgischen Eingriffen und auch Risiken verbunden. Für Patienten ist dies meist mit langen, schwierigen Übergangszeiten verbunden. Muss man aus beruflichen oder sozialen Gründen rasch wieder “gesellschaftsfähig“ sein, ist eine derartige Behandlung oftmals nicht zu realisieren.

Auch auf diesem Gebiet erfolgte in unserer Praxis eine intensive Fortbildung. (Der Titel der Masterthese im Rahmen des 2 jährigen Studium-Master of Science in oral Implantology- 2005-2007 lautete: Wie sicher ist der implantat- prothetische Erfolg bei Sofortbelastung im zahnlosen Kiefer ?) Zwei Konzepte können ohne Knochenaufbau zu festen Zähnen führen:

  • Die Basalimplantologie mit dem Einsatz von BOI bzw. Discimplantaten bietet eine Möglichkeit.
  • Das Konzept von Malo mit geneigten Implantaten stellt die andere Möglichkeit dar.

Wiederum muss individuell entschieden werden welche Methode für den Patienten geeignet ist. Eine Risikoanalyse und eine dreidimensionale Diagnostik mittels CT oder DVT helfen bei der Entscheidung ob Knochenverpflanzungen sinnvoll und empfehlenswert sind oder Alternativmethoden angewendet weden sollten.

Beide Methoden (Basal oder Malo) machen neue und feste Zähne binnen 24 Stunden ohne Knochenverpflanzungen bei vielen Patienten möglich.