Kleinkinder und Kariesrisiko

Die Weichen für die Mundgesundheit werden im frühen Kleinkind-Alter gestellt.
In der Phase bis zum Ende des zweiten Lebensjahres entwickelt sich die Mundflora, die natürliche Besiedlung mit Bakterien der Mundhöhle.

Dabei ist es wichtig, dass die Besiedlung der kindlichen Mundhöhle mit Karies-Erregern möglichst verhindert wird. Werden im Alter von zwei Jahren Karies-Erreger, Bakterien der Art Streptococcus mutans, in der Mundhöhle nachgewiesen, verdoppelt sich das Karies-Risiko. Natürlich spielt auch das sonstige Mundmiliö, sprich der Speichel eine entscheidende Rolle.

Sind die Bakterien in der Plaque (weichen Zahnbelägen) nachweisbar, vervierfacht sich das Risiko. Dies ist vor allem deshalb für das Milchgebiss von Bedeutung, weil in dieser Phase körpereigene Abwehrmechanismen in der Mundhöhle noch nicht ausreichend entwickelt sind und daher nicht zum Schutz der Zähne beitragen können.

Karies-Bakterien können vor allem von der Mutter und Familienangehörigen durch Speichelkontakt übertragen werden, etwa durch das Ablecken eines Löffels. Darum spielt die Mundhygiene der ganzen Familie für die Mundgesundheit des Kleinkindes eine wichtige Rolle. Ebenso wichtig ist es, dem Kind möglichst keine zuckerhaltigen Getränke anzubieten und insgesamt auf eine zuckerarme Ernährung zu achten. Ab dem 6. Lebensmonat (nach dem Durchbruch der ersten Milchzähne, empfiehlt es sich die Zähne regelmäßig mit einer speziellen Kinderzahnpasta und Zahnbürste geputzt werden.