Implantate und Parodontitis

Sonntag 27. Jul

Wer unter einer Zahnbettentzündung (Parodontitis) leidet, hat nicht selten auch mit Zahnlockerungen oder gar Zahnverlust zu kämpfen. In solchen Fällen scheint es auf den ersten Blick vorteilhaft, die Mühe für den Erhalt des gefährdeten Zahnes zu scheuen und diesen „einfach“ entfernen und durch ein Implantat ersetzen zu lassen. Dass dies nicht zwingend der richtige Weg ist, erklärte DGI-Referent Dr. Dr. d.S. Rabih Nahas MSc., Bremen,bei einer Informationsveranstaltung: Unabhängig davon, ob das Zahnbett den eigenen Zahn „hält“ oder ein Implantat, wird es diese Aufgabe möglicherweise nicht zuverlässig erfüllen können, so lange die Infektion anhält und das Gewebe rund um die Zahntasche entzündet bleibt. Seine Empfehlung: Vor Implantation sollte – je nach Schwere der Erkrankung – die Parodontitis ausgeheilt sein. Patienten sollten sich frühzeitig um die Gesunderhaltung ihres Zahnbettes zu kümmern: So besteht eine gute Chance, bei entstandenem Zahnverlust eine implantatgetragene Krone oder Brücke ohne größere Verzögerungen durch parodontale Vorbehandlung einzugliedern.