Miniimplantate

Die Worte von Neil Amstrong bei der ersten Mondlandung:

„Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein riesiger Schritt für die Menschheit“

könnten bei Miniimplantaten lauten:

„Das ist ein kleiner Eingriff für den Patienten, eine riesige Verbesserung seiner Lebensqualität“

Zur Fixierung von mobilen Zahnprothesen werden oftmals Miniimplantate angepriesen.
Bis vor einiger Zeit standen wir dieser Methode aus 2 Gründen kritisch gegnüber.

  • Auch wir benützen schon seit 15 Jahren Miniimplantate um in den Einheilzeit von konventionellen zweiteiligen Zahnimplantaten einen übergangszahnersatz zu fixiern . Wenn dieses Hilfsimplantat fest einwächst wird es belassen und für eine zusätzliche Abstützung benutzt.
    Bei diesen implantaten mussten wir nach 2 bis 4 Jahren feststellen, daß der Titankugelkopf durch die Matritze
    (= Ausdruck für das in die Prothese eingearbeitete Halteelemnt aus Nylon oder Gold) abgeschliffen wird und somit keine Haltefunktion mehr erfüllt.
    Um wieder zu funktionieren müsste in diesem Fall das Implantat entfernt und ein neues Implantat gesetzt werden. Da bei uns Implantate lebenslang halten sollen wäre das oben beschiebene funktionslose Implantat ein Desaster.
  • Viele Patienten haben Schwierigkeiten die Kugelknopfgehaltenen Prothesen herauszunehmen.Die Abzugskräfte sind zu hoch und können nur schwer eingestellt werden.

Nun wurde anlässlich unseres Mastertreffens
(jährliche Fortbildungsinitiative unseres Studienganges Master of science in oral implantology) das Miniimplantat der Fa. 3M Espe vorgestellt.

Dabei stellte sich heraus, dass genau unsere 2 Einwände bei diesem System ausgeschaltet wurden. Durch die Art des Haltemechanismus ist ein Abrieb und damit ein Verlust der Haltefunktion ausgeschlossen. Die Haftkraft kann durch 3 unterschiedlich starke Ausführungen gesteuert werden.

Damit ist das Miniimplantat alltagstauglich und dauerhaft funktionell.

Weitere Informationen zu Miniimplantaten

Was kosten Miniimplantate?