Home Leistungen Zahnerhaltung Endodontie -Wurzelbehandlung Behandlungsablauf einer Wurzelbehandlung

Wurzelbehandlung


Die nachfolgenden 5 Schritte geben in kurzer Form die Vorgehensweise bei konventionellen Wurzelbehandlungen wieder:

Isolierung

Wenn wir eine Wurzelbehandlung erfolgreich durchführen wollen, ist Keimfreiheit (Asepsis) oberstes Gebot!
Ziel ist es schließlich das Zahninnere dauerhaft von Bakterien zu befreien, um den Zahn zu erhalten! Aus diesem Grund wird zu Beginn der Wurzelbehandlung der Zahn durch ein Latexgummi isoliert (Kofferdam), um bakterienfreies Arbeiten zu gewährleisten.

Kanäle reinigen

Dann müssen die Eingänge zu den einzelnen Kanalsystemen gefunden und durchgängig gemacht werden. Hilfsmittel wie Kanaleingangserweiterer und Gleitmittel erleichtern dabei diesen wichtigen Schritt. Die Bakterien und Giftstoffe bzw. das alte Füllmaterial werden aus dem Wurzelkanalsystem entfernt, sowie die Kanäle großzügig gereinigt und erweitert. Diese Reinigung erfolgt "chemo-mechanisch", das heißt mit Instrumenten und Spüllösungen. Die Spülungen können erwärmt und mit Ultraschall im Kanal aktiviert werden, um ihre Wirksamkeit zu erhöhen. Da eigentlich alle Wurzelkanäle mehr oder weniger gekrümmt sind, ist der Einsatz hochflexibler Instrumente für die mechanische Aufbereitung eine Grundvoraussetzung! Insbesondere bei den Seitenzähnen (Molaren und Prämolaren) erschweren die gekrümmten und sehr engen Wurzelkanäle eine vollständige Reinigung. Der Einsatz von maschinell betriebenen Instrumenten hat sich in den letzten Jahren als sehr erfolgreiche Methode herausgestellt. Die erforderlichen Instrumente sind allerdings sehr teuer und können zudem nur wenige Male benutzt werden. Die meisten Instrumente sind teure Einmalartikel.

Medikamentöse Einlage

Eventuell erfolgt jetzt eine medikamentöse Einlage im Zahn. Diese Einlage besteht aus Calciumhydroxid, das einen pH-Wert von ca. 12 aufweist, so können (nahezu) keine Bakterien überleben.

Wurzelfüllung

Im folgenden Schritt müssen die aufbereiteten Wurzelkanalsysteme vollständig und dicht verschlossen werden. Hierdurch wird eine erneute Besiedelung der Wurzelkanäle durch Bakterien verhindert. Dieser Verschluss ist schwierig, weil die Kanalhohlräume sehr lang und zudem sehr eng sind. Das Ergebnis wird mit Röntgenaufnahmen überprüft. Diese Überprüfung wird in Abständen wiederholt, um die Ausheilung beurteilen zu können.

Wiederaufbau

Durch die Karies und die  Behandlung ist viel Substanz verloren gegangen. Um die restlichen Zahnteile zu stabilisieren, kann die Zahnkrone mit einem Kunststoffmaterial vollflächig verklebt werden. Abschließend wird der Zahn im Regelfall mit einer stabilisierenden Krone oder Teilkrone versorgt.